Manganmangel im Getreide

Manganmangel zeigt sich erst, wenn er extrem wird. Bei einem leichten Mangel (latenter Mangel) gehen der Ertrag und die Qualität bereits zurück, obwohl noch keine Mangelsymptome erkennbar sind. Deshalb gilt auch beim Mangan: «Vorsorgen ist besser als Heilen»

Ursachen von Mangan-Mangel

Manganmangel ist einer der häufigsten Mikronährstoffmängel im Getreide. Manganmangel wird begünstigt durch:

  • hohe Humusgehalte
  • Moor- und anmoorigen Böden
  • hohe pH-Werte > pH 6.5
  • hohe N-Düngung
  • trockene, lockere Böden
  • niedrige Temperaturen

Symptome von Mangan-Mangel

  • Streifenförmige Aufhellung der Blätter, ev. Nekrosen
  • grünere Bereiche in verdichteten, nassen Stellen (z.B. Fahrspuren)

Höchster Bedarf ab der Bestockung

Sobald das Getreide mit dem Schossen beginnt, benötiget es viele Nährstoffe um den gestiegenen Bedarf zu decken. Nebst Hauptnährstoffen benötigt es auch mehr Mikronährstoffe. Die Bezeichnung Mikro heisst nicht, dass diese Nährstoffe weniger wichtig sind, sondern dass die Pflanze sie in kleineren Mengen benötigt. Ein Mangel führt trotzdem zu grossen Problemen für die Pflanze.
Stoffwechselprozesse in der Pflanze können nicht mehr wie gewohnt ablaufen und führen zu reduziertem Wuchs. Bei Manganmangel weist Getreide eine erhöhte Anfälligkeit gegen Krankheiten auf.
Der beste Einsatzzeitpunkt für die Mangandüngung ist ab dem Bestocken (BBCH 21) bis der erste Knoten sichtbar wird (BBCH 31)

>UFA-Revue-Artikel zum Thema Manganmangel

 

Düngungsempfehlung:

1l/ha Mantrac (500g/l Mangan)
Wassermenge: 200l /ha
Zeitpunkt: Ab dem Bestocken (BBCH 21) bis der erste Knoten sichtbar wird (BBCH 31)

Typische Symptome von Manganmangel. In den Fahrspuren ist der Boden verdichtet und es herschen sauerstoffarme (anaerobe) Zustände. Mangan reagiert dort deshalb nicht mit Sauerstoff und bleibt verfügbar. Gesehen im Raum Zürich am 15.04.2019 nach längerer Trockenheit.

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