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Unser Auftrag heisst, Schweizer Landwirte mit qualitativ gutem und preiswertem Dünger sicher zu versorgen, auch in Krisenzeiten.

Über 20 Jahre erfolgreiche Geschäftstätigkeit. Im Gespräch mit der Geschäftsleitung, Christian Kopp und Hansueli Schaufelberger, über die Landor AG, die heute bedeutendste Düngerfirma der Schweiz.

Hansueli Schaufelberger und Christian Kopp Hansueli Schaufelberger und Christian Kopp Christian Kopp, Hansueli Schaufelberger, seit mehr als 20 Jahren importiert und produziert die Landor Handlesdünger für die Schweizer Bauern. 1982 startete Landor mit zwei Angestellten und einem kleinen Büro in Bern. Heute besitzt sie zwei Umschlagslager und einen Produktionsbetrieb im Auhafen von Birsfelden BL und beschäftigt über 40 Mitarbeitende. Was führte zur Gründung der Landor AG?
Christian Kopp: Der Abbau von Produktionskapazitäten in der Schweizer Düngerindustrie und die steigende Nachfrage nach preisgünstigerem Dünger in der Landwirtschaft führten anfangs der 80er-Jahre zu einer raschen Zunahme von Importen. Um unabhängig zu bleiben und aktiv am Markt agieren zu können, wurde die Landor von den damaligen landwirtschaftlichen Genossenschaftsverbänden gegründet. Heute ist Landor eine Tochterunternehmung der fenaco-Gruppe, die im Besitz der LANDI ist, die wiederum den Bauern gehören.

Die Gründung der Landor war also bäuerliche Selbsthilfe?
Christian Kopp: In der Tat. Die Schweizer Bauern haben das Steuer schon früh selbst in die Hand genommen und intelligent gehandelt. Die Unternehmensphilosophie der fenaco/LANDI-Gruppe geht nicht dahin, Gewinne abzuschöpfen, um diese an Aktionäre auszuschütten. Vielmehr will sie eine möglichst hohe Inlandproduktion erhalten und dadurch die Zukunft der Bauern sichern. Allfällige Gewinne fliessen in die eigenen Reihen zurück  oder werden zu Gunsten der Landwirtschaft reinvestiert.

Was ist der Auftrag der Landor?
Hansueli Schaufelberger: Wir wollen Schweizer Landwirte mit qualitativ gutem und preiswertem Dünger sicher versorgen, auch in Krisenzeiten. Auf dieser Basis bauten wir Kontakt zu den führenden Düngerherstellern in Europa auf, organisierten eine leistungsfähige Logistik und investierten in einen eigenen Umschlags- und Produktionsbetrieb am Auhafen in Birsfelden/BL, ein idealer Platz für eine einfache und kostengünstige Logistik, weil er sich am Knotenpunkt von Rhein, Schiene und Strasse befindet.

Von den 270´000 Tonnen Mineraldünger, welche die Schweizer Bauern jährlich einsetzen, läuft etwa die Hälfte über Landor. Der hohe Marktanteil erstaunt. Wie erklären Sie sich diese Marktleader-Position?
Christian Kopp: Die Zusammenarbeit zwischen Landor, fenaco, Verbänden und Genossenschaften ist effizient. Unsere Kunden schätzen das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Von Vorteil ist die eigene Logistik – vom Produzenten bis zum Bauern ist alles in unserer Hand. Unsere guten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen wesentlich zum Erfolg der Firma bei.

Was sind die Stärken von Landor?
Christian Kopp: Wir haben ein ausgewogenes und erstklassiges Produktsortiment, das sich laufend den Bedürfnissen der Schweizer Landwirte anpasst. Wir bieten die richtige Nahrung für jede Kultur. Der Kunde bestimmt, wann er die Ware braucht. Dank unserem grossen Lager sind wir auch immer bereit. Der Landwirt entscheidet, ob er den Dünger ab LANDI-Lager ab Bahnwagen abholt oder franko Hof per LKW haben will – alles ist möglich.

Bieten Sie den Schweizer Bäuerinnen und Bauern auch ein Biosortiment an?
Hansueli Schaufelberger: Ja und ich bin sicher, dass wir die einzige Firma sind, die auch für den Biobauer ein komplettes Sortiment an Pflanzennahrungsprodukten anbietet. Unser Anteil der Biolinie ist mit acht bis zehn Prozent zwar noch recht bescheiden, die Tendenz ist jedoch leicht steigend.

Unterstützen Sie die Landwirte mit Beratung, um den hohen Anforderungen in Pflanzenernährung gerecht zu werden?
Hansueli Schaufelberger: Unser Beratungsdienst steht bei Fragen rund um die Düngung gerne zur Verfügung. Wir bieten kostenlose technische Beratung, sei es am Telefon, auf dem Hof, an Flurbegehungen, bei Bodenanalysen. Unser Berater-Team ist stets auf den Höfen der Bauern und in den rund 300 LANDI in der ganzen Schweiz zu finden. Eine gute Informationsplattform ist unsere Fachzeitschrift die „UFA Revue“.

Der Düngermarkt hat sich stark verändert, die Menge in der Schweiz hat sich halbiert. Die Aufgabe der Landor wird in den nächsten Jahren also nicht einfacher. Wie bleiben Sie in diesem schwierigen Umfeld am Ball, und was sind ihre Ziele für die Zukunft?
Christian Kopp: In der landwirtschaftlichen Produktion sind wir heute alle mächtig gefordert. Mit einem guten, motivierten Team versuchen wir, den Anforderungen gerecht zu werden. Veränderungen erleben wir jeden Tag. Wir müssen auf Bedürfnisse agieren und brauchen Mut für Neues in Forschung und Entwicklung. Als Marktleader tragen wir Verantwortung für Boden und Umwelt sowie für eine gesunde Produktion von Nahrungs- und Futtermittel in unserem Land. Wir nehmen diese Verantwortung ernst.